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Mittwoch, 9. März 2016

Jetzt vorbestellen und Geld sparen!



Mögt Ihr Krabbelviecher ...?
Eine mehr als berechtigte Frage, wenn der Titel einer Anthologie UNGEZIEFER lautet.
Herausgeberin Carolin Gmyrek rief und diese AutorInnen kamen angekrochen, angeschlängelt und angeflogen (Zitat Torsten Scheib)

Dominik Altherr: Therapiesitzung
Thomas Backus: Von gehirnfressenden Fliegen und Zombieameisen
Sandra Baumgärtner: Die Legende vom Tyrannen
An Brenach: Hingeliblikas
Kerstin Campbell: In Bewegung bleiben
Tom Daut: Patient X
Torsten Exter: Die Häuser der Hexen
Manuela P. Forst: Die Jäger von Sektor 13
Markus Heitkamp: Apollo 19
Andrea Herrmann: Ungeziefer
Karin Jacob: Eingesponnen
Vanessa Kaiser & Thomas Lohwasser –Im Zeichen der gestrengen Mutter
Tobias Müller: Übergabe
Jan-Christoph Prüfer: Das Torim Park
Michael Rapp: Der Farmer
Torsten Scheib: Under my Skin
Heike Schrapper: Der heilige Martin der Maden
Isabel Schwaak: das vergiftete Herz
Thomas Wüsteman: Pascal & Anton

Komplettiert wird diese tolle Lister außerdem durch  Geschichten von Karl-Heinz Witzko und Jens Schumacher sowie einem Fachartikel von Dr. Mark Benecke.

Und hier - der Klappentext:


Es krabbelt und fleucht, es knistert und wispert. Zwischen den Wänden und in den Schatten, in den Rohren und im Finstren. Dort im Dunkeln leben sie. Hin- und hergerissen zwischen Leben und Tod schaffen sie als Einzige uns Menschen gleichzeitig zu ekeln und zu faszinieren. Manche mit vier, manche mit acht Beinen, gepanzert, mit Fell oder Schuppen. Schon allein das leise Knacken ihrer Glieder lässt uns einen Schauer über den Rücken laufen.

Es ranken sich viele Mythen und Legenden um sie: Um Maden und Kakerlaken, Ratten, Mäuse, Spinnen, Fliegen, Pilze, Schlangen und Schrecken, Kröten und Würmer und jegliches andere Geziefer, das es in unsere Albträume verschlägt. In keiner Horrorgeschichte darf das verräterische Schwirren von Fliegen fehlen, in keinem dunklen Haus die dünnen Fäden von Spinnennetzen.

In dieser Anthologie werden diese unverzichtbaren Nebendarsteller zum Mittelpunkt der 23 Geschichten.

Wenn Ihr Euch traut, könnt Ihr hier zugreifen:


Das Buch wird zur Leipziger Buchmesse erscheinen und dort erstmals (zum vollen Preis) erhältlich sein, Ich selbst werde es auf dem Marburg Con am 23. April vorstellen!

Montag, 8. Februar 2016

Fundbüro der Finsternis


Stefan Cernohuby (Hrsg.) 
Fundbüro des Grauens
Kann Spuren von Grauen enthalten
(Horror 5)
 p.machinery © 06/2015
Titelbild: Andreas Schwietzke
ISBN 978 3 95765 036 8
282 Seiten - 10,90 Euro 

auch als eBook – 5,49 Euro  

ISBN: 978-3-7396-3626-9

Inhalt:

Wem ist nicht schon einmal ein Gegenstand in die Hände gefallen, der faszinierte? Aufgrund seines Alters, seiner Form, seines Werts oder seines mysteriösen Hintergrundes. Aber nicht jeder Fund bringt seinem Finder Glück. Ist es Aberglaube oder nur ein schlechtes Omen? Sind es spirituelle Überreste des Vorbesitzers? Oder ist es gar ein Fluch?
In den Geschichten dieser Anthologie müssen die Protagonisten lernen, mit einem magischen Kompass umzugehen, werden mit tödlichen Pflanzen konfrontiert, tragen mystische Masken und lernen die wahren Tücken der Zeit kennen.
Diese und viele weitere grauenhafte Begegnungen mit dem Unbekannten sind an einem Ort versammelt, der nun von Ihnen entdeckt werden kann: dem Fundbüro der Finsternis.

Die Geschichten:


Bettina Ferbus: Die Friseurkommode
Ruth M. Fuchs: 11.12.13
Susanne O'Connell: Das Geheimnis von Brigus
Gerd Scherm: Die unheilige Heilung
Thomas Backus: Der Fund seines Lebens
Karin Jacob: Fungus
Tatjana Stöckler: Die Tränenphiole
Karsten Beuchert: Im Licht des vollen Mondes
Jan-Christoph Prüfer: Sie hat alles gesehen
Petra Hartmann:  Der schwarze Frosch
Sascha Erni: Beats Nordpol
Reni Dammrich: Seelenfresser
Chris Schlicht: Carnivora
Sean O'Connell: Die Waffe des Generals
Henry Bienek: Alles auf Anfang
Carsten Zehm: Der eine Job
Erik Schreiber: Sylvia
Stefan Cernohuby: Die gute alte Zeit
Arndt Waßmann: Bis ans Ende aller Tage
Friederike Stein: Ein leises Schnurren
Sabrina Hubmann: Die Locke
Gabriele Behrend: The Mercy Seat
Angela Mackert:  Die Namenlosen
Abel Inkun: Wenn Engel schreien …
Markus Niebios: Prinz Unrat
Sven Liewert: Gute Freunde kann niemand trennen
Nadine Muriel: Frau Birger

Das Projekt begann damit, dass Bilder verteilt wurden, zu denen man eine Geschichte verfassen sollte ...
Ich bekam einen Höhlenbär. 


Thomas Backus
Der Fund seines Lebens


Kennen Sie Dr. Faust? Ich meine den, über den Goethe geschrieben hat. Dr. Faust war ein hoch angesehener Wissenschaftler. Aber er musste irgendwann frustriert feststellen, dass er zwar wusste, was die Welt in ihrem Innersten zusammenhält, aber keine Ahnung davon hatte, wie sein Wissen in klingende Münze umwandeln konnte. Da er den Stein der Weisen nicht finden konnte, ging er einen Pakt mit dem Teufel ein.
Ich kann den Faust verstehen. Als Wissenschaftler nähme ich auch jeden Pakt an, der mir Geld böte. Aber leider habe ich mich für das falsche Forschungsgebiet entschieden. Meine Kollegen von der Mikrobiologie paktieren mit dem Militär, oder, was erheblich einträglicher ist, mit der Pharmaindustrie. Sobald die Politik die Beschränkungen für die Gentechnik aufhebt, werden sie die letzte Grenze überschreiten: Von reich zu unverschämt reich.
Dagegen verstaubten die Früchte meiner Arbeit im Museum.
Warum sollten sie mir Geld für etwas geben, das ihnen von Gesetz wegen bereits zustand?
Meinen Weg in die Dunkelheit musste ich mir selbst suchen.

 (…)



Ein Geschichtenweberprojekt!

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Thomas Backus, Sabrina Hubmann, Nina Horvath, Eric Hantsch (Hrsg.)
Verbotene Bücher
Auf den Spuren H. P. Lovecrafts 3
10/2015 (c) Verlag Torsten Low 
ISBN 978-3-940036-34-6 
362 Seiten - 14,90 €
eBook: in Vorbereitung


Klappentext: 

 Ein in Menschenhaut gebundenes Buch zieht eine Spur von Selbstmorden hinter sich her … Der König in Gelb sucht einen Erben … Worte der Qual bewahren unser Universum vor dem Wahnsinn … Die Notizen eines alten Mannes bergen eine blasphemische Geschichte … Das Buch Llyfr y Cythraul eröffnet einer Frau ein Schicksal, dem sie nicht entkommen kann ... 

 Blasphemische und verbotene Bücher, die schreckliche Geheimnisse in sich tragen oder grauenvolle Entitäten heraufbeschwören, waren schon immer ein wichtiger Bestandteil des lovecraft'schen Kosmos. 

16 Autoren wandeln erneut auf den Spuren des Meisters und haben sich aufgemacht, die Bibliothek des Schreckens zu öffnen, und sind dabei auf Mysterien jenseits der menschlichen Vorstellungskraft gestoßen. Das Grauen lauert nicht in Gräbern oder Spukhäusern, sondern zwischen den Worten und Buchstaben verruchter Bücher! 

Inhalt:
Untergang - Eric Hantsch
Bitte nicht lesen! - Holger Göttmann
Blockade - Christian Damerow 
Das Erbe des Walther Stuck - Johannes Harstick 
Der verschollene König - Thomas Backus
Ein Wolf im Schafspelz - Bernhard Finger 
Fim Schabbah - Sabine Frambach 
Köderwurm - Detlef Klewer 
Marketing - Bettina Ferbus 
Samhain - Julia Annina Jorges 
Sammelband - Tobias Müller 
Tod dem König in Gelb - Felix Woitkowski 
Mr Ashshires Vermächtnis - Vanessa Kaiser & Thomas Lohwasser 
Thaler Thaler - T. S. Orgel 
Der Mann am anderen Ende - Sabrina Hubmann 
Das Bionomicon - Nina Horvath



Thomas Backus
Der verschollene König

Wenn meine Mutter gewusst hätte, was sie damit anrichtete, hätte sie mir niemals die Märchen der Gebrüder Grimm vorgelesen. Diese Geschichten faszinierten mich. Ich wollte mehr wissen über die Wölfe, die Hexen und die Monster, welche auf unbedarfte Wanderer und oft auch auf kleine Kinder lauerten, um sie zu fressen, oder zumindest in irgendwelche Tiere zu verwandeln.
Ich las alle Märchenbücher, die mir in den Hände fielen. Verschiedene Ausgaben der Grimmschen Kinder- und Hausmärchen, Andersons Kunstmärchen, selbst solche Exoten wie die Märchen von Charles Perrault (dessen Version von Rotkäppchen die Version der Gebrüder Grimm um Längen schlägt).
Danach waren die Sagen dran. Griechische, römische und nordische Sagen. Auch diese waren voll von Ungeheuern und Zauberern, und von Helden, welche am Ende der Gerechtigkeit zum Sieg verhalfen.
Irgendwann schenkte mir eine Tante ein Buch mit Gespenstergeschichten. Dort traf ich zum ersten mal auf meine späteren Idole Edgar Allan Poe und H. P. Lovecraft.
Besonders letzterer hatte es mir angetan. Ich sammelte die Suhrkamp-Taschenbücher, welche, wie ich heute weiß, Nachdrucke von Büchern aus dem Insel-Verlag sind. Ich kaufte mir auch die Neuübersetzungen aus dem Hause Festa. Die Werksgruppen der Edition Phantasia hatte ich mir nicht leisten können – bis ich eine kleine Erbschaft machte. Die Tante, welche mein Interesse für den Meister geweckt hatte, verstarb. So war es doch nur recht und billig, dass ich mir dem von ihr hinterlassenem Geld meine Sammlung vervollständigte.
In einem kleinen Antiquariat in einer Seitengasse Wiens fand ich außerdem die kompletten Insel-Hardcover in einem tadellosem Zustand. Der Verkäufer legte sogar noch zwei kleine Bücher drauf. »Wenn Ihnen Lovecraft gefällt, werden Sie diese Bücher mögen«, sagte er. Und ich bin mir sicher, auch er ahnte nicht, was er damit auslöste.

Die beiden Bücher waren eigentlich keine richtigen Bücher. Jedenfalls nicht auf einer Druckerpresse gedruckt. Vielmehr schien man sie Seiten kopiert und gebunden zu haben. Das Ganze war sehr liebevoll und sorgfältig geschehen, sodass ich die beiden Bände trotz allem als bibliophile Kostbarkeit ansah. Der Hersteller hatte die Büchlein in Elefantenhaut gebunden (was wohl an Pergament erinnern sollte) und mit einer stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Zeichnung versehen.
Beide Bücher stammten von einem Stephan König,. Das Impressum nannte als Verlag die Kobold-Presse, die Auflage war auf 30 Exemplare limitiert, wenn auch nicht Nummeriert.
Keines der Bücher enthielt eine Biografie des Autors. Im Vorwort wurde lediglich erwähnt, dass Stephan König vor Ort recherchierte. Der erste Band enthielt fantastische Räubergeschichten, welche während einer Reise durch den Spessart in den Ruinen alter Wirtshäusern verfasst worden seien.
Band zwei enthielt Vampir-Geschichten (der Autor verwendete die altertümliche Schreibweise Vampyr), die auf einer Reise durch die entlegensten Gegenden Transsylvaniens entstanden sein sollten.
Es gab auch einen Hinweis auf einen dritten Band. Dieser sollte Hexengeschichten enthalten. Wie König aufgeregt mitteilte, habe er sich eine Einladung zu einem Hexensabbat erschlichen, und er brannte darauf, seine dortigen Erlebnisse zu Papier zu bringen.
(…)


Sonntag, 20. September 2015

Lesung auf dem Buchmesse Con



Weitere Infos:

Buchmesse Convent - Der literarische Phantastik-Con

Dort wird auch der lang ersehnte dritte Band der Lovecraft-Reihe erscheinen Verbotene Bücher, u. a. mit T.S.Orgel! Eine Zusammenarbeit mit der Edition Geschichtenweber, Cthulhu Libria und dem Verlag Torsten Low.
(und ja, auch die beiden ersten Ausgaben werden dort erhältlich sein!)


Sonntag, 12. Juli 2015

Harte Bandagen - Die Mumien-Anthologie

 Thomas Fröhlich & Corinna Griesbach (Hrsg.) 
Harte Bandagen - Die Mumien-Anthologie
(Horror 4)
 p.machinery © 06/2015
Titelbild: Jörg Vogeltanz.
ISBN: 978-3-95765-035-1
208 Seiten - 9,90 Euro 

auch als eBook – 4,99 Euro  
ISBN: 978-3-7396-3623-8

Inhalt:

Lisa Lercher: Heimkehr 
Sabrina Železný: Palomas Lächeln 
Barbara Büchner: Der Sonderauftrag 
Bettina Ferbus: Rattenfänger 
Susanne Haberland: Ein ganz besonderes Braun 
Thomas Neumeier: Der Londoner Mumienhändler 
Wiebke Sikau: Sehnsucht 
Miriam Rieger: Mumia vera 
Ingrid Kaliner: Weit weg 
Anna Exel: Entrückung 
D. J. Pusch: Lady Carnarvon 
Christian Endres: Eine andere Welt 
Kristina Kesselring: Die vergessene Königin 
Sven Linnartz: Ein simpler Deal 
Thomas Backus: Das schuppige Geheimnis der Krokodilmumien 
Sabine Frambach: Mumienparty 
Tedine Sanss: Guanita 
Franziska Meersburg: Übers Moor 
Sandra Nina Schäfer: Mumienjäger

Boris Karloff als Im-Ho-Tep hat mich schon lange begeistert, bevor Rachel Weiz in dem Remake durch das Kino hetzte ... aber da war auch H. P. Lovecrafts Version einer Stadt ohne Namen, tief vergraben im Sand der Wüste.


Thomas Backus
Das schuppige Geheimnis der Krokodilmumien


Khadis war kein gewöhnlicher Grabräuber. Während seine Kollegen des Nachts in Memphis oder im Tal der Könige auf die Jagd nach Mumien gingen, verdingte er sich ganz offiziell als Hilfsarbeiter bei einer Ausgrabung.
Der junge Ägypter erfuhr von der Ausgrabung auf der Internetseite des Britischen Museums. Dort prahlte Professor S. Cooper damit, einen Tempel gefunden zu haben, dessen Hieroglyphen einen krokodilköpfigen Pharao zeigten.
Natürlich kannte Khadis den Doppeltempel von Kom Ombo, wo man neben dem falkenköpfigen Haroeris (eine Erscheinungsform des Horus) vor allen Dingen Sobek, den krokodilköpfigen Gott des ewigen Fortbestandes verehrte.
Wann immer der Nil über die Ufer trat, kamen mit dem Wasser auch die Krokodile. Nicht so kleine Tiere wie heute, sondern echte Urzeitbestien. Sie sahen in den Menschen nicht die Krone der Schöpfung, sondern lediglich Futter. So mancher Fellache landete in ihren Mägen. Ganz, oder stückweise.
Die alten Ägypter empfanden zu Recht Angst vor den gigantischen Panzerechsen. Und wovor immer der Mensch Angst hatte, das versuchte er durch Opfer zu besänftigen. Es war also nicht weiter verwunderlich, dass man in einer krokodilverseuchten Gegend wie dieser einen Krokodilgott anbetete.
Der Tempel von Kom Ombo war bereits 1893 freigelegt und restauriert worden. Das erstaunliche dabei war, dass sich der Eingang zum Haus des Krokodils auf der südöstlichen, der dem Nil abgewandte Seite befand. Dabei war es offensichtlich, dass der Säulengang, der in den Saal der Opfergaben führte in der alten Zeit von Krokodilen beschritten wurde.
Damals, das wusste Khadis, hatten die Priester jeweils ein Krokodil als Verkörperung des Gottes in ihrem Tempel beherbergt. Nach seinem Tod wurde es dann mit allen Ehren eines Pharao mumifiziert und bestattet.
Zur Freude der Touristen, denen jedes Mal ein wohliger Schauer über den Rücken lief, wenn sie einer der gigantischen Krokodilmumien ansichtig wurde, die in einem kleinem Museum von Kom Ombo zu besichtigen sind.

Das Prunkstück der Ausstellung bildete ein Nilkrokodil von beindruckenden 12 Metern Länge. Seine Haut war im Laufe der Zeit dunkel geworden, es wirkte wie versteinert. Die Priester hatten es sogar mit Ohrgehänge und Fußschmuck geschmückt, was der Krokodilmumie etwas unendlich Bizarres gab.
(…)



Als Horror-Fan habe ich mir eine solche Anthologie schon lange gewünscht - und als Autor auch! 

Mittwoch, 3. Juni 2015

Dark Crime 2



Geisterspiegel / Romantruhe (Hrsg.)
Dark Crime 2
Romantruhe © 2014
ISBN: ISBN 978-3-86473-105-1
232 Seiten - 10,95 €

leider gibt es kein eBook 

Klappentext:

Es handelte sich um zwölf Todesfälle in den letzten drei Monaten. Zwischen den
Opfern schien es keine Gemeinsamkeiten zu geben, es waren Frauen, Männer und
Kinder darunter. In der Mehrzahl der Fälle war ihnen der Schädel mit einem harten
Gegenstand eingeschlagen worden. Anschließend hatte der Täter ihnen das Herz
herausgeschnitten. (Gerd Ruebenstrunk, Das letzte Opfer)

Diese zwölf Todesfälle sind nur der Anfang von Mordserien, die die vorliegende
Anthologie Dark Crime II füllen. Und es wird schnell klar, dass die Fälle oft nicht mit
herkömmlichen Mitteln zu lösen sind, denn Dark Crime heißt eben auch, dass
Übersinnliches und Mysteriöses ins Spiel kommen. Neben den zwölf Todesfällen von
Gerd Ruebenstrunk verantworten sich für weitere Opfer die Autoren Michael
Kirchschlager, Mara Laue, Andreas Zwengel, Thomas Backus, Torsten Scheib, Rafael
Hoppe, Regina Schleheck, Katja Zucchetti, Gerold Schulz und Carsten Thomas und
überraschen Sie, liebe Leser, noch einmal damit, wozu die Phantastik in der
Kriminalistik fähig ist.

Dark Crime 2 ist mittlerweile die 5. Anthologie des Internetmagazins Geisterspiegel.d.


Inhalt:

Thomas Backus - Fünf tote Huren
Rafael Hoppe(Raphael Marquesseine) - Spieglein, Spieglein
Michael Kirchschlager - Der Crako und der Ascheturm
Michael Kirchschlager - Der Crako und die Totengräber
Mara Laue - Breaking Point
Gerd Ruebenstrunk - Das letzte Opfer
Torsten Scheib - Mr. Smith
Regina Schleheck - Kopf in den Sternen
Gerold Schulz - Tödliche Gedanken
Carsten Thomas - Kopfsache
Katja Zucchetti-Montejano - Stummes Herz

Andreas Zwengel - Vollmond über Venedig

Meine Geschichte Fünf tote Huren beleuchtet die Morde des berühmten Hurenmörders Jack the Ripper unter einem neuen, phantastischen Gesichtspunkt ....


Thomas Backus
Fünf tote Huren

Selbst der dichte Nebel Londons schaffte es nicht, das Elend des East Ends zu überdecken. Hier gab es nichts weiter als heruntergekommen Häuser, und noch heruntergekommenere Menschen, die sich selbst dort keine Unterkunft leisten konnten. Armenhäuser linderten die größte Not, aber selbst das nur unzureichend.
Whitechaple war das Viertel der Huren. Frauen, die ihre ausgemergelten Körper gegen ein paar Pennies feilboten, um sich ein Zimmer für die Nacht kaufen zu können, oder zumindest einen billigen Gin.
Elizabeth Stride stolperte durch das schwache, gelbe Licht der Gaslampe. Einen Gin hatte sie schon gehabt. Zwei sogar, um genau zu sein. Aber für das Zimmer fehlte ihr noch immer das Geld.
Die Kälte und der Alkohol hatten sie unempfindlich gemacht, das Leben hatte sie abgestumpft. Eigentlich hätte sie sich zitternd in einer Ecke verkriechen müssen. Ein Ungeheuer ging um in diesen Straßen. Es war gefährlich, nachts unterwegs zu sein. Lebensgefährlich.
Polly hatte es als erstes erwischt, dann die dunkle Annie. Beiden hatte der Teufel die Kehlen aufgeschnitten. Dann hatte er sie ausgeweidet.
Vielleicht hatte er sie auch zuerst verstümmelt, und dann getötet. Wer konnte schon sagen, was in dem Kopf eines Dämon vorging?
Lizzie hatte Angst. Natürlich hatte sie Angst. Aber wer arm war, konnte sich Angst nicht leisten.
Während in den vornehmen Vierteln Londons das Pfund wucherte, balgten sich in Whitechaple die Ärmsten der Armen um ein paar Pennies.
Der Nebel, der war gut. Vielleicht fand sie der Schlitzer nicht.
Aber die Freier, die fanden sie leider auch nicht.
Oder doch? Da war ein Schemen in der Nacht. 
(…)



Diese kleine Biographie stammt von Geisterspiegel.de, dort findet man Biographien aller Autoren und eine längere Leseprobe. Vorbildlich. Genau wie die Anthologie.



Thomas Backus
Seit der junge Gruselfan eine Lesergeschichte der Woche in einem John Sinclair Roman veröffentlichen durfte, ist er vom Schreibfieber befallen. Seitdem hat er einige weitere Geschichten in Bastei-Heftromanen verschiedener Serien (Geisterjäger John Sinclair, Professor Zamorra, Vampire, Schattenreich) veröffentlicht, anschließend viele Geschichten in Anthologien und Magazinen. Zusammen mit seiner Autorengruppe Die Apokalyptischen Schreiber verfasste er In Blut geschrieben.
Danach folgte das erste eigene Buch Zombies! Sie werden dich fressen!, welches es sogar in zwei Versionen gibt. In hart, und in ganz hart.

Eine Fortsetzung ist in Arbeit, was wenig Zeit lässt, um an Ausschreibungen teilzunehmen – aber ein paar Beteiligungen an Projekten, die ihm sehr am Herzen liegen, wird es trotzdem geben, wie z. B. an dieser Geisterspiegel-Anthologie.


Dienstag, 12. Mai 2015

Horror-Legionen



Dr. Nachtstrom (Hrsg.)
Horror-Legionen
Amrûn Verlag © 2013
ISBN 978-3-944729-04-6
458 Seiten - 12,95 €

auch als eBook - 4,99 €



4. Platz unter den besten Anthologien 2013 beim Vincent Preis 2013


Klappentext:

26 bekannte und unbekannte Autoren sind in dieser dicken, 450 Seiten umfassenden, Anthologie zusammen gekommen, um die Vielfältigkeit deutscher Horror-Literatur zu beweisen. Die Horror-Legionen 2013 sollen der Startpunkt sein für eine jährliche Anthologie aus den Bereichen Horror, Mystery und Grusel.

Vereint in diesem dicken Band voller grausamer und verstörender Geschichten:
Arthur Gordon Wolf, Melchior v.·. Wahnstein, Carmen Weinand, Constantin Dupien, Daniela Herbst, Des Romero, Guido Ahner, John Aysa, Karin Reddemann, Kristina Lohfeldt, Marc Gore, Marc Hartkamp, Meryjaine Webster, Michael Sonntag, Moe Teratos, Rona Walter, Sean Beckz, Sönke Hansen, Stefanie Maucher, Thomas Backus, Tim Svart, Tony Lucifer, Torsten Scheib, Vincent Voss, Werner Skibar, Xander Morus

Aufgrund einiger expliziter Splatter-Elemente ist dieses Buch für Jugendliche nicht geeignet.


Inhalt:

Arthur Gordon Wolf - Das Engels-Fresko
Melchior v.·. Wahnstein - Illumination
Carmen Weinand - Rage
Constantin Dupien - Meteorietenfeuer
Daniela Herbst - Letzter Gedanke München
Des Romero - Katharsis
Werner Skibar / Charly Blood - Bittere Früchte
Guido Ahner - Nyxie Zombie
John Aysa / Alexander Atar - Das Haus der untergehenden Sonne 
Karin Reddemann - Die Schwarzen hinter dem Vorhang
Kristina Lohfeldt - Der letzte Märchenprinz
Marc Gore - The Chick And The Wolfman
Marc Hartkamp - Blacklight
Meryjaine Webster - Der Selbstversuch
Michael Sonntag - Die Rotkäppchenfalle 
Michael Sonntag - Stadt ohne Sheriff
Moe Teratos - Die Rache
Rona Walter - Error
Sean Beckz - Der Tätowierer 
Sönke Hansen - House of the Rising Sun
Stefanie Maucher - Haut
Thomas Backus - Frischfleisch 
Tim Svart - Musik der Finsternis
Tony Lucifer / Dr. Nachtstrom - Ave Anus
Torsten Scheib - Illusionen
Vincent Voss - Folge der Stimme aus dem Anus Praeter
Xander Morus - Das Warack der Zombies

Meine Geschichte Frischfleisch lag ein Weilchen in der Schublade, weil sie so ... speziell ist, dass ich kein passendes Zuhause für sie gefunden habe. Doch dieses Buch ist eine Art Irrenhaus für kranke Geschichten, da fühlte sie sich sofort zuhause. Wie sagte meine Ex immer: Am Ende wird alles Gut.


Thomas Backus
Frischfleisch

„... im Namen des Gesetzes verurteile ich Sie zu lebenslanger Haft!“ Unerbittlich sah Martin den Hammer der Gerechtigkeit herabfallen und den letzten Rest Hoffnung in seinem Leben zertrümmern. Entsetzt sprang der junge Mann auf und schrie: „NEIN, Sie machen einen Fehler, einen entsetzlichen Fehler. Sie dürfen mich nicht einsperren ...“ Fünf Polizisten  packten ihn und zerrten ihn aus dem Gerichtssaal. Seine Schreie kümmerten hier niemanden.
(…)



Samstag, 6. April 2013

Marburg Con 2013


Nach dem Weltuntergang ist vor dem Weltuntergang -
Die nächste Apokalypse kommt bestimmt!

Unter dieser Prämisse treten die Apokalyptischen Schreiber erneut zu einer Lesung auf dem Marburg Con an. Bernd Rothe präsentiert seine Zusammenarbeit mit Jörg Kleudgen in der Goblin Press "Das Siegel des Mandschu", Thomas Backus seine Kurzgeschichte "Penner" aus der Anthologie "Diabolos" des Luzifer Verlags. Ralph Haselberger und Volker Ilse werden und (wie so oft) überraschen. Angenehm. Trotzdem mit Horrorgeschichten.


Hauptveranstaltungstag des Marburg-Con 2013 mit Phantastik-Börse und Programm ist Samstag, der 27. April 2013. Offizieller Einlass ist um 10.00 Uhr, ab diesem Zeitpunkt ist die Phantastik-Börse für jedermann geöffnet. Das Programm beginnt um 11.00 Uhr.


Programm des Marburg-Con 2013:


11.00 - 12.00 Uhr: Die apokalyptischen Schreiber

12.00 - 13.00 Uhr: Dieter Stiewi
13.00 - 14.00 Uhr: Tom Daut
14.00 - 15.00 Uhr: Hermann Ritter / Perry Rhodan Neo-Ecke
15.00 - 16.00 Uhr: "Die Franken-Connection": Markus K. Korb und Tobias Bachmann
16.00 - 17.00 Uhr: Jörg Herbig (FLEDERMAUS Grusel-Fanzine)
17.00 - 18.00 Uhr: Vincent Voss
18.00 - 19.00 Uhr: Hermann Schladt (vss-Verlag) und W. A. Hary (Hary Production)
19.00 - 20.00 Uhr: Verlag Torsten Low

Nachmittags: Es steht uns ein zweiter Raum für Lesungen zur Verfügung, allerdings kann man uns im Vorfeld keine nähere Angabe als "nachmittags für einen begrenzten Zeitraum" machen. Wir haben für dieses Parallelprogramm zunächst drei weitere Programmbeiträge fest eingeplant, dies sind folgende Lesungen:

- Sean Beckz
- Carsten Zehm
- Laura Jane Arnold
Ist das uns zur Nutzung der Räumlichkeit gestattete Zeitfenster größer als für diese drei Lesungen benötigt, können weitere Lesungen kurzfristig anberaumt werden. Bitte beachtet am Veranstaltungstag entsprechende Durchsagen und/oder Aushänge.


Ab 20.00 Uhr Verleihung des Vincent Preis 2012, danach Verleihung des Marburg-Award 2013.


Samstag, 23. März 2013

Diabolos - Das Dunkle Buch



Steffen Janssen (Hrsg.)
Diabolos - Das Dunkle Buch
LUZIFER-Verlag © 2013
ISBN: 978-3-943408-12-6 (SoftCover)
400 Seiten - 16,95 €

auch als eBook - 4,99 €



2. Platz unter den besten Anthologien 2013 beim Vincent Preis 2013




Ein Buch mit Stories des Who Is Who der deutschen Horror-Szene. 
Und ich bin auch mit dabei:



Thomas Backus
Penner

   »Haste ma 'n Euro?«, fragte die abgerissene Gestalt und hielt Uwe einen Kaffeebecher hin.
Uwe senkte verlegen den Blick. »Nein, tut mir leid. Ich habe keinen Euro«, sagte er. »Ich bin genauso eine arme Sau wie du. Meine Klamotten sind vielleicht noch nicht so abgetragen, aber das kommt noch, sie sind alles, was mir noch geblieben ist.«
»Scheiße, Mann, das klingt nicht gut«, sagte der Penner. Er kramte in seinem Rucksack und hielt Uwe eine Flasche Bier hin. »Komm, trink erstmal einen. Danach isses besser, glaub mir.«
>Uwe überlegte einen Moment. Wenn er sich jetzt da hinsetzte, dann überschritt er eine letzte Grenze, gehörte er wirklich dazu.
Trotzdem setzte er sich, und er nahm auch das angebotene Bier. Er glaubte zwar nicht daran, dass Alkohol seine Problem verbessern würde, aber er brauchte jemanden, der zu ihm stand. Und wenn es dieser Penner war.
»Danke, Kumpel!«
»Gern geschehen. Ich bin Stumpe.«
Stumpe reichte Uwe die Hand, und als der sie ergriff, bemerkte er, dass ihm der kleine Finger fehlte.
Der Obdachlose bemerkte, dass Uwe das bemerkte und erklärte: »Der is mir festgefroren, als ich Platte gemacht hab. Habs gar nicht gemerkt, und als ich aufgestanden bin, blieb mein Finger liegen.«
»War wohl ein kalter Winter.«
»Yau, ungefähr so kalt wie jetzt.«
   (...)





Ein schlimmer Winter, besonders für Obdachlose. Aber da ist noch eine Gefahr, die auf diese Menschen lauert ... eine tödliche Gefahr!


Inhalt:

Vincent Voss: Eine kurze Geschichte über den Tod und den Untod
Illustration von Jan Hillen
C.J. Walkin: Abyssus abyssum invocat
Arthur Gordon Wolf: Tal der Toten
Illustration von Astrid Christ
Dirk Alt: Die Verschwörung
Thomas Backus: Penner
Illustration von Lydia Pollakowski
Michael Dissieux: Der Fluch der Hexe
Achperosch: Die weiße Stunde
Illustration von Jan Hillen
Torsten Scheib: Die Lemminge
Ann-Helena Schlüter: Gegangen
Illustration von Viktor Bogdanovic
Herbert Blaser: Nachtbesuch
Michael Dissieux: Das dunkle Vermächtnis
Illustration von Lothar Bauer
C.J. Walkin: Without Innocence – The Cross is only Iron
Rona Walter: Classico



In der Regel wird das Layout eines Buches von den Verlagen selbst gestaltet oder in Auftrag gegeben. Was im Printbuch super aussieht, kann im eBook anders aussehen. Die Verlage sollten deswegen ihre eBooks nicht einfach nur auf dem PC betrachten, sondern in einem Reader. Klar, das bedeutet zusätzliche Arbeit, aber im Endeffekt entsteht ein besseres Produkt - und das eBook, das vorerst nur nebenbei mitveröffentlicht wurde, gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Der LUZIFER-Verlag hat das erkannt und entsprechend gehandelt!


Donnerstag, 27. Dezember 2012

Ein paar sehr coole Kommentare


Habe gerade ein paar sehr coole Kommentare von 
Roger Murmann (Veranstalter des legendären Buchmesse Cons) auf Facebook gelesen - offensichtlich haben ihm die Zombies die Feiertage versüßt:

So...und nun ratet mal, was mir das Christkind gebracht hat... ;-)
In jedem Fall wars der schönste Heiligabend seit vielen, vielen, vielen Jahren. Und vor allem der ungewöhnlichste. Wann sonst liest man sich gegenseitig Zombie-Kurzgeschichten vor und lacht sich dabei schepp ? Ein schöner Gruß geht daher auch an Thomas Backus für...na, er kann sichs sicher denken... :-D


und etwas später:


Wir haben uns erst mal queerbeet durch das Buch gelesen. Die besten Storys waren die kurzen, knackigen mit Pointe am Ende. Die Geschichte "Kein Aprilscherz" hat sich nach furiosem Beginn gegen Ende hin etwas gezogen und es fehlte auch ein wenig ein "richtiger" Abschluß. Wir haben uns gefragt, ob da noch was kommt, aber außer dem Ende war da nix mehr. Hat eigentlich die ESA schon mal in das Buch geschaut ? 
Ein Hoch aber auf Deine Fabulierkunst. Erstklassige Wortkreationen, über die wir herzlich gelacht haben. Wir können das Buch nur jedem Liebhaber des schwarzen Humors empfehlen. 


Liebhabern des schwarzen Humors empfehle ich natürlich die UNRATED-Fassung! Und ja, Herr Murmann hat auch diese erstanden.


 

Sonntag, 16. Dezember 2012

Meine Erfahrung mit eBooks


eBooks kommen mir nicht ins Haus, habe ich gesagt. Damit bin ich nicht allein, viele Leser denken so. Traditionelle Leser, die gerne ein echtes Buch in der Hand halten. Aber auch viele meiner Autorenkollegen. Die schauen beim Schreiben schon ständig auf einen Monitor, das müssen sie nicht auch noch beim Lesen haben...

Aber gerade als Autor kommt man um eBooks nicht mehr herum. Die ersten eBooks mit Geschichten von mir erschienen so nebenbei. Verlage brachten Anthologien nicht nur als richtiges Buch heraus, sondern auch in elektronischer Form. Anfangs habe ich das zwar hier auf meinem Blog erwähnt, ihnen jedoch keine Aufmerksamkeit geschenkt (obwohl es mich schon wurmte, keine Belegexemplare davon in meinem (virtuellen) Regal stehen zu haben.

Dass ich mich dann doch intensiver mit der neuen Veröffentlichungsform auseinandergesetzt habe, lag dann aber am Heyne-Verlag, der zwei (Kurz-)Bücher ausschließlich als eBook herausgab: Raststätte Mile 81 von Stehen King und Die schwarze Feder von Dean Koontz. Wollte ich diese lesen, musste ich zum Reader greifen ... Nein, musste ich nicht. Jeder, der über einen Computer verfügt, kann eBooks auch ohne Reader lesen. Heyne empfahl mit den Adobe Digital Editions, und Amazon bietet für PC, Mac usw. eine Kindle-App an (Die eigentlich jeder haben sollte, da es bei Amazon regelmäßig kostenlose eBooks gibt, die man nur mit einem Kindle (oder der App) lesen kann. Denn die wunderschöne Welt der eBooks hat einen sehr großen Haken – es gibt zwei Formate, die sich durchgesetzt haben. Der eigentliche Standard für eBooks ist .epub (ein Dateiformat wie .jpg oder .gif bei Bildern). Amazon boykottiert diesen und verwendet .aw / .aw3. Allenfalls .mobi wird noch toleriert. Nun kann man die Dateien in ein anderes Format umwandeln, mit einem kostenlosen Programm namens Calibre, aber nicht immer. Schuld daran ist das DRM (Digital Right Management = Kopierschutz). Klar, der Verlag und der Autor wollen nicht, dass man die Bücher illegal vervielfältigt und verbreitet, wie dies mit Musik und Filmen bereits geschieht (die tollen LPL Lovecraft-Hörbücher werden wegen der Verbreitung von Raubkopien nicht mehr hergestellt).
In diesem Fall jedoch hat das zur Folge, dass man eigentlich zwei Reader braucht.

Mein erster Reader, den ich mir kaufte, um oben genannte Bücher von Heyne komfortabel lesen zu können, war ein TrekStore. Er lag gut in der Hand, erlaubte ein komfortables Blättern und hatte eine Möglichkeit, den Speicher durch Speicherkarten zu erweitern.
Weswegen ich ihn wieder zurückschickte (was durch das Fernabsatzgesetz innerhalb von 14 Tagen möglich ist): Man konnte keine Anmerkungen oder Markierungen im Text vornehmen. Außerdem, und das fand ich sehr, sehr schade, erlaubte die DRM nicht, dass ich all die angesammelten Amazon-eBooks auf diesen Reader laden konnte.

Die einfachste Variante des Kindle gibt es schon für 79 Euro, die von TrekStore 59 Euro. Ich dachte also, gut 20 Euro mehr ist akzeptabel, zumal man hier tatsächlich Anmerkungen oder Markierungen im Text machen kann. Zwar hat der kleine Kindle keine Tastatur hat (es gibt einen solchen, aber der kostet mehr), aber man kann mit etwas Übung gut damit zurecht kommen. Ich gebrauche die virtuelle Tastatur hin und wieder, um nach Textstellen zu suchen (für Nachschlagewerke wie das Danse Macabre von Stephen King ist ein eBook-Reader echt klasse!).
Ansonsten liegt der Kindle tatsächlich besser in der Hand, ist leichter und lässt sich komfortabel durchsuchen oder umblättern.
Allerdings ist mein Kindle eine Generation neuer, als es mein TrekStore war. Er verfügt über eine neue, die sogenannte Ink-Technologie (die der neue TrekStore auch hat). Der Hintergrund ist nicht so grell, die Schrift gestochen scharf. Das Lesen ist angenehmer für die Augen. Das Gefühl, an einem Monitor zu lesen, kommt gar nicht erst auf. Und, die Akku-Laufzeit ist gigantisch!
Leider werden Bilder nur schwarzweiß angezeigt. Aber, die wenigsten Bücher, die man elektronisch liest, werden Bildbände sein. Dieses Manko ist also annehmbar.

Die Ink-Technologie hat sich also durchgesetzt und bestimmtem nicht mehr die Frage, welchen Reader man sich zulegt. Es gibt neben den beiden von mir in der Praxis getesteten noch etliche andere Reader, und so muss sich jeder selbst entscheiden, welchen er sich zulegt. Als Autor wird man diese Entscheidung nicht beeinflussen können, und so sollten wir uns fragen, wie wir die meisten Leser erreichen.

Amazon ist sicherlich der führende Anbieter von eBooks. Das kommt daher, dass das Unternehmen Autoren anbietet, ohne den Umweg über einen Verlag seine eBooks dort zu veröffentlichen. Das bedeutet natürlich, dass es keine Qualitätskontrollen gibt. Man kann nie sicher sein, dass die so veröffentlichten eBooks zu Recht von allen Verlagen abgelehnt worden sind. Aber gehen wir einmal davon aus, dass sich die Kunde guter Bücher durch Mundpropaganda verbreitet, und dass mans ich anhand von Rezensionen vorher ein Bild von dem geschriebenen machen kann. Wenden wir uns also wieder der Technik zu. Theoretisch kann jeder ein Amazon-eBook lesen. Wenn er keinen Kindle hat, kann er sich kostenlos die Kindle-App runterladen und nutzen. Das ist natürlich ein gutes Argument für eine Direktveröffentlichung bei Amazon. Die bieten einem sogar an, die Bücher zu konvertieren und es gibt eine kostenlose Bilderdatenbank, die man für die Covergestaltung nutzen kann.
Wenn man als Autor diese Variante nutzt (und der Persimplex-Verlag tut dies), dann liegen die Rechte für das Layout (und evtl. des Covers) bei Amazon. Man sollte sich nun also hüten, das eBook auch anderweitig anzubieten.
Der größte Nachteil ist jedoch die strenge DRM. Die meisten Verlage haben nicht einmal ein eigenes Exemplar ihres eBooks (es sei denn, sie hätten es selbst gekauft). Es gibt natürlich auch keine Belegexemplare für Autoren oder Rezensionsexemplare für Journalisten (und demnach weniger Rezensionen). Und all die Besitzer eines anderen Readers werden als Leser außen vorgelassen. Ja klar, sie könnten die Kindle-App nutzen, aber warum sollten sie am PC lesen, wenn sie einen komfortablen Reader besitzen?

Als Autor / Verlag tut man also gut daran, seine eBooks in allen Formaten und bei allen Portalen anzubieten. Man kann seine Bücher selbst zu formatieren. Aus einer .rtf kann man mit dem Calibre sowohl .epub, als auch .mobi generieren. Man kann DRM-freie Bücher für Journalisten erstellen usw. Man kann auch einen Dienstleister zwischenschalten, der die technische Seite für einen übernimmt. Es gibt Verlage, die das tun. Oder andere Verlage, die sich ausschließlich auf das Veröffentlichen von eBooks spezialisiert haben.
Ich selbst habe noch nicht die perfekte Möglichkeit für die Veröffentlichung von eBooks gefunden. Allerdings weiß ich bereits einige Dinge, auf die ich achten muss (keine ausschließliche Veröffentlichung bei Amazon, keine Veröffentlichung ohne Lektorat), aber ich erahne bereits die Möglichkeiten, die sich mir als Autor bieten. eBooks sind ein spannendes Thema, das sicherlich noch spannender wird. Durch die entfallenden Druckkosten lohnen sich auch „Kleinstauflagen“ (z. B. eine Neu-Auflage von Fanzines, oder Experimente fernab des Mainstreams)

Viele gute Anregungen bietet das Literaturcafé.

Nachtrag:

Was mich am Kindle am meisten stört, ist, dass man WLAN nutzen muss (!), um ihn zu aktivieren. Durch diese Technologie kann man praktisch auch unterwegs (viele Cafés bieten kostenloses WLAN an) Bücher kaufen.
ABER mir gefällt es nicht, keine Wahl zu haben (aus Sicherheitsgründen nutze ich kein WLAN mehr zuhause, sondern ein LAN-Kabel). Zum Glück kann man später über die Amazon-Homepage gekaufte (oder kostenlose) Bücher per USB an den Kindle übertragen. Das ist aber kompilierter, und nicht jeder weiß davon.


Trotzdem glaube ich nicht, dass man als eBook-Leser auf Dauer um den Kindle herum kommt...