Dienstag, 8. Mai 2012

Marburg Con 2012 - Ein neuer Krieg

Die Apokalyptischen Schreiber endlich wieder mit Krieg:
Thomas Backus (Hunger), Volker Ilse (Pestilenz), Bernd Rothe (Krieg), Ralph Haselberger (Tod)
 


Kennt Ihr das? Es gibt Tage, die sind viel zu gut, um wahr zu sein. Und in meinem Fall waren das sogar drei Tage hintereinander ... man nennt das auch Marburg Con!

27.04.2012 (mittags) - Der Vor-Vor-Con

Ich hatte Jörg Kleudgen einmal von meiner Geburtsstadt Biedenkopf vorgeschwärmt, von meinem Elternhaus der Klingelburg und dem Hexenturm gegenüber. Nicht weniger interessant ist die Universitätsstadt Marburg, in deren Nähe ich jetzt wohne, und die immer wieder Einzug in meine Geschichten findet (die Schlösser beider Städte beflügelten mit zu
Jörg Kleudgen & Thomas Backus
vor der Elisabeth-Kirche, Marburg
(Foto: Jörg Kleudgen)
Nun fragte Jörg Kleudgen nach, ob wir nicht vor dem Con ein wenig durch Marburg spazieren könnten ... und wir konnten. Wir besichtigten den Messeplatz, den Bahnhof, die Elisabethkirche, schlenderten den Steinweg hoch, aßen hervorragenden Kuchen im Cafe Vetter, schauten uns Spiderman an und quälten uns an vielen Märchenfiguren hinauf zum Schloss. Und trotz des vielen Laufens (was so gar nicht mein Ding ist), fand ich das klasse. Und wird sicherlich mal mit mehr Zeit und mehr Plan wiederholt werden.
Übrigens waren wir nicht nur allein unterwegs: Bernd Rothe begleitete uns, Dirk Bützer samt Familie und Volker Ilse war auch dabei.
Jörg Kleudgen verabschiedete sich, denn er hatte Sehnsucht nach seiner süßen Tochter und der süßen Mutter. Wir anderen begaben uns in das Cefe Journal (wo es nicht so leckeren Kuchen, aber Schnitzelwoche gab). Da war der

27.04.2012 (abends) - Der Vor-Con, auch Stammtisch genannt

Dort trafen wir auf 3 der 4 Thomasse: Thomas Will (Elric), Thomas Vaderroth (Vati) und Thomas König. Ich war ja schon bei mir, also Thomas Backus (Gus). Da waren denn auch schon Wolfgang und Anke Brandt und Steffen Janssen (vom Luzifer Verlag) und Eric Hantsch (Yuggoth). Gerade mit letzterem unterhielt ich mich intensiv über Lovecraft, für den wir beide eine starke Schwäche haben ...
... es waren aber noch viele andere da, und viele Gespräche sowieso, und viele Getränke und Schnitzel. Und bei Schnitzel fällt mir ein, dass ich mich auch sehr ausgiebig und anregend mit Steffen Janssen unterhalten habe. Was beim Con jetzt nicht mehr klappen sollte - aber he, man ist ja nicht aus der Welt ;-)

28.04.2012 - Der Marburg Con

Wer früh aufsteht, der kann auch früh zum Con. Und sich einen Tisch aussuchen. Okay, diesmal gab es bei mir am Stand nur ein Buch Zombies! Sie werden Dich fressen! Das war schnell ausgelegt, aber dann fingen die Gespräche an. Mit diesem und jenem und über dieses und jenes. Und ich riss mich am Riemen, denn um mich herum war wahnsinnig viel Verlockung. Nicht nur schöne Frauen waren es, die mein Herz höher schlagen ließen (seufz), sondern auch, oh Gott, Bücher (doppelseufz).
Und den anderen ging es wohl ebenso. Keiner wollte sich meinen Zombies ergeben ...
Aber wie lenkt man sich ab? Mit einem Käsebrötchen und einer Lesung. Diesmal habe ich viele Lesungen geschafft (okay, die von Michael Tillmann habe ich verpasst, aber ich habe mich mit ihm unterhalten, und er ist ein echt netter und faszinierender Kerl, und seinen Stand hätte ich am liebsten leer gekauft...):

13 Uhr - Der Verlag Torsten Low stellt die neuen Romane und Anthologien
Trommel, trommel, trommel
Ho, ho, ho!
Der Fluch des Colorado River (eine Geschichtenweber Co-Produktion) zeigte, dass Zombies und Wilder Westen gut zusammenpassen. Außerdem trug Torsten Low einen kleidsamen Poncho und Vincent Voss einen Cowboyhut. Er schwang jedoch nciht den Revolver, sondern eine Indianertrommel - und die Lesung wurde sehr stimmungsvoll!
Danach las Torsten aus Die Klabauterkatze (den von mir betreuten Geschichtenweber-Projekt) Bettina Febus' für den Vincent Preis nominierte Geschichte Das Ding. Wäre nichts für Jörg Kleudgen gewesen - der liebt sein Kind ...
Und dann kam der Höhepunkt: Mark Staats und Torsten Low als Elfen- und sonstige Kriegerinnen mit (vorgestelltem) langen blonden Haar und Met und Würstchen (für alle, die Würstchen, nicht der Met). Und Schwertkämpfen (leider nicht im Bikini).

Aufstieg einer Heldin heißt das Buch und ist bereits erhältlich!


15 Uhr - Vorschau auf einen fröhlichen Weltuntergang mit den Apokalyptischen Schreibern


Der neue Krieg liest ... (Foto: Petra Hartmann)

Volker liest seine Zombie-Gastgeschichte
(Foto: Petra Hartmann)
Ein Toter mit Herz, ein Schreiber mit Humor (Foto: Petra Hartmann)
Nachdem unser geliebter Kleinkrieg den Dienst endgültig verweigerte, haben wir einen neuen Krieg angezettelt. Bereits ordentlich in eine Kutte gehüllt, und einem bombastischen Schwert gerüstet (nicht so ein LARP-Dingens wie die Herren Staats und Low) verkündete er: "Ich bin der Krieg - Sie haben mich gerufen?" Wir haben, und er hat uns erhört. Volker war der erste (und einzige), der die Besucher mit seiner Weltuntergangs-geschichte beglückte. Sie war noch nicht ganz fertig, kam aber gut an. Ihr dürft auf das Buch gespannt sein!
Dann kam ich dran. Meine Weltuntergangsgeschichte hakte noch an der außerirdischen Sprache, und so griff ich auf meine bereits veröffentlichte Zombie-Apokalypse zurück. Petra Hartmann drückte es in ihrem anbetungswürdigen Conbericht so aus:

"Abgeräumt" hat schließlich "Hunger"-Gus mit seiner brüllend-komischen und umwerfend vorgetragen Story über einen arroganten Arzt, eine dämliche Schwester und einen Organspender, der nach der Operation sein Herz zurückhaben will - Zombiefeeling vom Feinsten.

Gemeint ist übrigens die Geschichte Ein Toter mit Herz.
Hazy las seine Geschichte, die er bei Ninas Poe-Ausschreibung eingereicht hatte. Eine Fortsetzung von Das Eiskalte Herz, und es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn sie im fertigen Buch nicht enthalten wäre.
Erstmalig hatten wir danach noch Zeit, und so las Volker noch seine Gast-Geschichte Sehnsucht aus dem Zombiebuch, sowie ich meine Bürokratie der Gehirntoten. Beides kam ebenfalls gut an.
Danke für alle, die den Spaß mit uns geteilt haben - Ihr wart ein Super-Publikum!

18 Uhr - Welt der Geschichten präsentiert Roselinde Dombach und Petra Hartmann

Bernd Rothe umgab sich (ohne Kutte) diesmal mit talentierten Autorinnen. 
Petra Hartmann nimmts mit Drachen auf...
... Rosi mit eiskalten Mörderstatuen!
Petra Hartmann bewies, dass sie nicht nur gute Conberichte schreiben kann, sondern auch gute Fantasy. Ihr Falkenfrühling basiert auf der Nordischen Mythologie und am besten hat mir Nidhöggr gefallen ... netter Drache!
Rosi gewährte uns einen kurzen Blick auf ihre Kassel-Trilogie. Kalt wie Marmor ist die mörderische Statue, und es wird echt gruselig!
Im Gegensatz zu ihrer Muse, die ist Gay und scharf auf einen Wuschelhund ... toll geschrieben, und was ganz anderes. Aber weil noch zeit war ... danke Rosi.

19 Uhr - Michael Buttler

Michael Buttler, mein lieber und kompetenter Kollege aus dem Kreis der Geschichtenweber (Mist, die Lesung von Jörg Olbrich habe ich auch verpasst) stellte gleich drei Bücher vor. Steampunk und historische Krimis sind nicht so mein Ding (handwerklich jedoch perfekt), aber das kleine Zeitmonster, das hat mir super gefallen. Lustig war die Geschichte, besonders, als ich feststellte, dass das beschriebene Wesen eine gewisse Ähnlichkeit mit mir hatte (breites Lächeln, großer runder Bauch). Ich begann die Geschichte zu illustrieren, was auch lustig war (die wollen mich jetzt zu anderen Lesungen mitnehmen, und grün anmalen wollen sie mich auch ...)

Aber erstmal Schluss mit Lesungen. Nach der unseren hat sich das Zombiebuch sehr gut verkauft - sogar an ausgesprochene SF-Fans (Roger, Du musst mir sagen, wie es bei Deiner Freundin angekommen ist) und Müttern und Töchtern (Nina und Schmodder). Und, und, und ...

Und dann gab es auch noch Preise. Erstmal der Vincent Preis, bei dem Die Klabauterkatze gleich 3x nominiert war (Leser dieses Blogs werden sich erinnern). Nicht schlecht für den Anfang.
Vincent Voss bekam einen für seine Geschichte in Der Fluch des Colorado River .

Beide Bücher sind Projekte der Geschichtenweber, und beide im Verlag Torsten Low erschienen. Das scheint mir eine fruchtbare Zusammenarbeit zu sein ;-)

Alle Gewinner findet man hier: Vincent Preis Blog
Strahlende Gewinner: Thomas Backus, Torsten Low und Vincent Voss
(Geschichtenweber, Verlag Torsten Low, Horror-Forum)

29.04.2012 - Der Literarische Brunch

Nicht ganz so früh, dafür doppelt so gemütlich lassen die Marburger ihren Con ausklinken, mit einem Literarischen Brunch. Es wird geschaust, geplaudert, geschmaust und gelesen. Meist die Siegergeschichte des Marburg Award (Ups, die Gewinner findet ihr auf der Seite des Marburger Vereins für Phantastik e. V.) und auch gerne vom Gewinner - oder alternativ von Thomas König vorgetragen. Diesmal gab es ziemlich viele Einsendungen und der Storyband der Award-Geschichten ist ein dickes Softcoverbuch geworden. Martin Dembowsky las dann eine der Nicht-Gewinner-Geschichten vor. Ich erntete noch ein paar Lacher mit meiner Verführung der Sirenen, welche in Wasserzauber- Geschöpfe des Wassers erschienen war.
Dann hieß es, Abschied nehmen, Kutte bügeln und sich auf den nächsten Con freuen. Wir Apokalyptischen Schreiber haben uns schon auf eine Lesung beim Buchmesse Con beworben. Hoffentlich klappt es wieder - wir fühlen uns da nähmlich sauwohl!

P.S. Ich entschuldige mich schon mal bei all den netten Leuten (andere kommen gar nicht auf den Marburg Con), dass ich sie vergessen habe, und das habe ich bestimmt ...
... und trotzdem ist im nächsten jahr noch Platz für noch mehr Besucher. Ich freue mich schon drauf, Ihr auch? 



Zum Schluss: Abschied vom alten Krieg:
Ralph Haselberger, Stefan Fels (das isser), Thomas Backus und Volker Ilse




Samstag, 31. März 2012

Lesung auf dem Marburg-Con 2012



Auf dem Marburg-Con habt Ihr die Gelegenheit, mich und meine Autorenkollegen kennenzulernen, uns Lesen zu hören - und unsere Bücher zu kaufen. Gerne auch signiert.

Aber auch sonst ist das Programm äußerst vielfältig und interessant:


11.00 – 12.00 Uhr

Ju Honisch
- Lesung aus der Kurzgeschichtensammlung „Bisse“

12.00 – 13.00 Uhr
VSS-Verlag und Hary Productions
- Thematisch noch offen -

13.00 – 14.00 Uhr
Verlag Torsten Low
Der Verlag Torsten Low stellt die neuen Romane und Anthologien vor.
- Vincent Voss liest aus der Anthologie „Der Fluch des Colorado River“
- Torsten Low präsentiert „Die Klabauterkatze“ und „Die Einhörner“
- Mark Staats bestreitet mit Torsten Low die „Schlampenschlacht“ aus dem humorigen Fantasy-Roman „Aufstieg einer Heldin“.

14.00 – 15.00 Uhr
Michael Tillmann
- Lesung aus der Geschichtensammlung „Ein Gänsekiel aus Schwermetall“

15.00 – 16.00 Uhr
Die Apokalyptischen Schreiber
- Vorschau auf „Einen fröhlichen Weltuntergang mit den Apokalyptischen Schreibern“


16.00 – 17.00 Uhr
Jörg Olbrich
- Lesung aus dem Roman „Das Geheimnis der Ronneburg“ und Vorstellung eines noch unveröffentlichten Romans

18.00 – 19.00 Uhr
Welt der Geschichten
- Lesung Petra Hartmann aus „Falkenfrühling“
- Lesung Roselinde Dombach aus „Kalt wie Marmor“
- Bernd Rothe erläutert die Programmumstellung bei „Welt der Geschichten“

19.00 – 20.00 Uhr
Michael Butler
- Lesung aus „Zeit – Zwischen Augenblick und Ewigkeit“ und „Geheimnisvolle Geschichten 2 – Steampunk“
- Als Überraschung: Eine Ur-Vorlesung

Ab 20.00 Uhr
- Verleihung des Vincent Preis, direkt anschließend
- Verleihung des Marburg-Awards

Danach (noch offen)
- Überraschungsprogramm oder Gemütliches Beisammensein


Weitere Infos: http://www.marburg-con.de


Wir erwarten auch noch den einen oder anderen Überraschungsgast - und das Programm wird noch um mindestens einen Punkt erweitert!!!

Sonntag, 11. März 2012

Die Klabauterkatze ist für den Vincent Preis nominiert



Ein Interview von mir zur Nominierung von Die Klabauterkatze (beste Anthologie/Storysammlung) gibt es hier: Vincent Preis Blogund ein zweites von Bettina Febus (beste Story) hier: Vincent Preis Blog

Mein Interview ist auch hier zu finden: Social Hexe


Mittwoch, 22. Februar 2012

Die Zombies sind auf der Topseller-Liste!




Persimplex veröffentlicht Quartalsweise die Topseller-Liste, und in 4/2011 war mein Buch als Neueinsteiger gleich auf Platz 2 gelandet ... dafür bedanke ich mich bei meinen Lesern!

Montag, 6. Februar 2012

Rot ist die Lust - eROTische Märchen



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Jaynice Cavanaugh (Hrsg.)
Titelbild: Monika Veth
WortKuss Verlag © 11/2011
ISBN-13: 978-3-942026-09-3
ca. 180 Seiten - 14,90 Euro
Jaynice Cavanaugh (Hrsg.)
Titelbild: Monika Veth
WortKuss Verlag © 10/2011
ASIN: B005V82S4C
383 KB - 4,99 Euro



Lieben Sie erotische Märchen? Dann lassen Sie sich entführen in eine sinnliche Welt voller fabelhafter und wundersamer Begebenheiten! 20 Autoren haben die erotischen Abenteuer neuer und altvertrauter Märchenfiguren aufgeschrieben. Stets spielt dabei die Farbe Rot eine geheimnisvolle Rolle …

Lachen und lieben Sie mit der kleinen Seejungfrau. Finden Sie den Schlüssel zum Glück, knabbern Sie am Liebesapfel, lassen Sie sich von Red, dem Spielmann, die Flötentöne beibringen und erfahren Sie die ganze Wahrheit über Rotkäppchen – bisher unveröffentlicht und versehen mit Originalkommentaren der Brüder Grimm.

Es erwartet sie ein sinnliches Lesevergnügen voll knisternder Erotik.

Thomas Backus
Warum das Rote Meer rot wurde

Es war einmal vor langer Zeit, da strahlte das Rote Meer in allen Blautönen. Deswegen nannte man es damals das Blaumeer.
An seinem Ufer lebte ein Fischer. Tagein, tagaus fuhr er hinaus, fing ein paar Fische und lebte bescheiden und glücklich davon.
Doch eines Tages blieb sein Netz leer, sodass er so weit hinaus segelte, dass er das Ufer nicht mehr sehen konnte. Um ihn herum war nichts außer Wasser und Himmel und einer einzigen Wolke.
„Jetzt oder nie“, sagte er sich und warf sein Netz aus. Leider rutschte es ihm aus der Hand und versank in den blauen Fluten.
In seiner Verzweiflung sprang er hinterher.
Während er hinterher schwamm, wunderte er sich, wie viele Fische es hier gab. In allen Formen und Größen, aber sie wichen alle geschickt seinem Netz aus, als wüssten sie, dass eine Begegnung mit demselben in einer heißen Pfanne enden würde.
„Da kann ich das Netz genauso hier unten lassen“, sagte er sich und begann mit dem Auftauchen. Dann überlegte er es sich noch einmal anders: „Wenn ich schon mal hier unten bin, sollte ich mir auch was zu Essen mitnehmen.“
Er griff nach einem leckeren Fisch, aber der schwamm schnell weg.
„Mist“, murmelte der Fischer, schnappte sich stattdessen eine kleine Muschel.

(...)
 
Ob diese Muschel mehr kann, als nur den kleinen Hunger stillen, und was an Muscheln so wahnsinnig erotisch ist ... das lest in:
 Rot ist die Lust - eROTische Märchen!

Das könnt Ihr jetzt, oder zumindest teilweise...

Seit dem 13. Oktober 2011 ist die Märchensammlung wenigstens als E-Book erhältlich! Medium: Kindle Edition.


Angeblich ist das Taschenbuch bereits gedruckt, nur nicht in Reichweite ... wie das kommt, und was man dagegen tun kann, kann ich Euch leider auch nicht sagen!



Inhalt:

Laura Anders: »Der Liebesapfel«
Dr. Karsten Beuchert: »Es war einmal … die ersten Demo-Versionen zu ›Rotkäppchen‹ – bisher unveröffentlicht und mit Originalkommentaren der Autoren – Take 1 bis 4«
Maren Frank: »Der rote Schal«
Maren Frank: »Der Magier und die Magd«
Maren Frank: »Der rote Diamant«
Wolfgang A. Gogolin: »Der Schlüssel zum Glück«
Anne Hassel: »Märchenschwestern«
Jan-Eike Hornauer: »Die hübsche Prinzessin«
Nina Hornauer: »Herr Holle und die ungleichen Schwestern«
Stefanie Lasthaus: »Von Rumpel und Lenchen«
Stefanie Lasthaus: »Rosenrot«
Stephan Lenz: »Die drei Prinzen«
Eberhard Leucht: »Das rote Licht«
Sabine Ludwigs: »Der Prinz und der Spielmann«
Ulla Magonz: »Rote Unschuld«
Ana Otera: »Rosenrot«
Gerd Scherm: »Prinz Eckbert und das Rot der Liebe«
Richard von Schöneberg: »Rotschlüpferlein«
Sylvia Seelert: »Prinzessin Rosarot«
Achim Stößer: »Die kleine Seejungfrau«
Peter Stohl: »Der rote Garten«
Anja Wedershoven: »Von drei Prinzen, die auszogen, das Lieben zu lernen«.






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Sonntag, 5. Februar 2012

Minibuch Box 5

Minibuch Box 5
Edition Schreiblöwe ©12/2007
ISBN: ISBN 978-3-902574-14-5
10 x 12 Seiten 


Als junger Autor macht man so seine Erfahrungen mit Verlagen. Oftmals wird man sehr positiv überrascht, von der Professionalität der Kleinverlage - manchmal wegen ihrer Un-Professionalität.
Mit diesem "Buch" machte ich mir keine Freunde. Zumal ich in meinem alten Blog deutlich sagte (und ich wiederhole dies hier): Das Ding ist keine 10 Euro wert - ich rate meinen Lesern vom Kauf ab!
Deswegen gibt es auch keinen Link auf Amazon, wo das Buch tatsächlich gelistet ist...


Es handelt sich hier um eine selbst gebastelte Schachtel, wie man sie vom Kindergarten her kennt. Ganz leichte Pappe, grob ausgeschnitten und gefaltet. Wahrscheinlich mit Uhu geklebt. Wer das Ding im Buchhandel bestellt (es hat doch tatsächlich eine ISBN), bringt bestimmt seinen Buchhändler zum Lachen! Deswegen ist das Teil auch nicht in die Liste meiner Bücher aufgenommen!


Na ja, trotzdem enthält es 2 Geschichten von mir, für die ich jedoch auch noch ein anständiges Zuhause suche. 


Thomas Backus

Die spinnen, die Spinnen



Die kleinen Insekten waren alle sehr aufgeregt. Heute war ein besonderer Tag: Der erste Tag in der Insektenschule. Stolze Insekteneltern und ihre aufgeregten Sprösslinge tummelten sich in dem abgestorbenen Baum. Da die meisten Insekten sehr viele Kinder haben, war es rappelvoll. Herr und Frau Stubenfliege hatten 36 Kinder, Herr und Frau Marienkäfer immerhin 12. Die Mückeneltern hatten 276 stechlustige Kinder, die sie kaum in Zaum halten konnten. Nur die kleine Spinne Susi war ganz allein da. Sie saß ein wenig abseits, in der letzten Reihe und alle anderen Insekten warfen ihr abfällige Blicke zu.

„Spinnen gehören nicht zu den Insekten“, sagte Frau Fliege.

„Nicht?“, wunderte sich ihr Sohn Klaus.

„Nein, Insekten haben sechs Beine, Spinnen aber acht!“, erklärte die Mutter.

„Ist es nicht egal, wie viele Beine man hat?“, wollte Klaus wissen.
(...)




Thomas Backus

Auch Pinguine frieren



Bertram kuschelte sich in das dichte Gefieder seiner Mama. Argwöhnisch linste er aus seinem Versteck heraus, wie die anderen Pinguinkinder vergnügt im kalten Wasser planschten.

„Willst du nicht mit den anderen spielen?“, fragte seine Mutter besorgt.

„Och nee, lieber nicht“, antwortete Bertram verschämt.

„Das macht Spaß“, sagte die Mutter und schob ihren Jüngsten sanft aber bestimmt hinaus in die Kälte.
Bertram b-b-b-b-bibberte.
(...)



Wie gesagt, der Link zu Amazon entfällt - kauft Euch bloß nicht diesen Scheiß!









Auf den Spuren H. P. Lovecrafts 2: Die Klabauterkatze

Ich habe mich schon immer für Monster interessiert - und gibt es fuchtbarere Monster als die Großen Alten? Nein! Deshalb wandle ich


Das ist eine kleine, aber feine Reihe von Anthologien, mit unheimlichen Geschichten, die von einem der großen Meister des Horrors inspiriert wurden.


Thomas Backus, Manuel Bianchi, Sabrina Hubmann (Hrsg.)
Auf den Spuren H. P. Lovecrafts 2: 
Die Klabauterkatze
 ... und andere Fundstücke des Grauens
Titelbild: Christ Schlicht
Verlag Torsten Low © 10/2011
ISBN 978-3-940036-09-4
412 Seiten - 14,90 Euro




Die Reihe ist ein Projekt der Geschichtenweber, deren stolzes Mitglied ich bin. Diesmal hatte ich die Ehre, nicht nur als Autor (wie in Band 1), sondern auch als Herausgeber an diesem erstklassigen Buch beteiligt zu sein. Und ich durfte es auf dem Buchmesse Con vorstellen, und es super zu sehen, wie gut es bei den Besuchern ankam!

Die Titelgeschichte stammt übrigens von Arndt Ellmer. Der hat bereits 2 Romane in der Reihe
Der Hexer verfasst (Wolfgang Hohlbeins im Cthulhu-Universum angesiedelte Heftserie), und seine GROSSE ALTEN Trilogie im Dämonen-Land ist legendär!
(Und außerdem ist er Perry Rhodan-Autor)


Thomas Backus
 Bausteine aus Le(h)m

(...)

Der Verkäufer drehte sich um. Er war neu hier. Sie konnte sich an sein Gesicht nicht erinnern – und an dieses Gesicht hätte sie sich auf jeden Fall erinnern können. Der Mann, wenn es ein Mann war, hatte dort, wo seine Nase sein sollte, ein ... Loch. Es sah nicht so aus, als hätte ihm eine Krankheit die Nase zerfressen, sondern als wäre bei seiner Erschaffung Gott der Lehm ausgegangen. Sie zwang sich, nicht auf diese Nase zu starren, hob unter Aufbietung aller ihrer Kräfte den Blick hin zu seinen Augen. Was sie sofort bereute.
Er starrte sie mit großen, trüben Glupschaugen an, die unentwegt gelben Schleim aussonderten. Augenlider schien er gar keine zu haben.
»Fünfzehn Euro«, quakte er.
»Wow, das nenne ich einen stolzen Preis. Schauen Sie die Dinger doch mal an, sie sind nicht wirklich gut gefertigt.«
»Sind krumm und schief, stimmt.« Der Verkäufer nickte so heftig, dass Ulrike Angst bekam, seine Augen könnten ihm aus den Höhlen rutschen. »Sind wie das Leben, da passt auch nich‘ alles zusammen!«
Ulrike musste schlucken. »Fünf«, bot sie.
Der Verkäufer lachte, und das klang, als würde er mit einer schweren Flüssigkeit gurgeln.
»Sind ganz besondere Steine«, flüsterte er. »Am Fluss is‘ 'ne Trauerweide, da, wo niemals nich‘ Enten schwimmen und Angler sich nich‘ hintrau'n. Aus‘m Lehm da hab ich sie gebrannt, die Steine, mit meine eigene Hände!« Er streckte seine Hände vor, als seien es begnadete Künstlerhände, aber sie waren schwielig und voller Warzen, und wenn Ulrike sich nicht täuschte, war da etwas zwischen seinen Fingern, das wie Schwimmhäute aussah.
Schnell senkte sie ihren Blick. Schwimmhäute! Sie bereute es heftig, den Mann (Mann?) angesprochen zu haben. Sicher, sie war tolerant, auch zu Behinderten. Behinderte konnten nichts dafür, dass sie behindert waren. Es waren bedauernswerte Geschöpfe, und sie kaufte auch jedes Jahr Weihnachtskarten von der Lebenshilfe.
Aber der hier, der war anders - etwas Unreines haftete ihm an, und das lag nicht nur an dem Geruch, den er verströmte. Es war etwas, das man nicht mit seinen fünf Sinnen erfassen konnte, das aber trotzdem unleugbar da war.
Sie wollte hier weg. So sehr, wie sie noch nie etwas in ihrem Leben gewollt hatte.
Sie hätte sich auf der Stelle umdrehen und in der Menge verschwinden können, aber irgendetwas in ihr warnte sie, ihn zu verärgern.
»Hier«, sagte sie. »Hier sind zwanzig Euro, behalten Sie den Rest.«
Er ließ sich Zeit, nach dem Geld zu greifen, schaute ihr tief in die Augen. Dabei lachte er spöttisch, als wolle er ihr sagen, dass sie ihn nicht besänftigt hatte, dass er sie trotzdem holen konnte, wann immer er mochte.
Sie ließ den Geldschein los und rannte. Es war ihr egal, ob er das Geld ergriff, oder ob es zu Boden fiel. Die Bausteine klapperten in dem Karton, den sie fest umklammert hielt, und sie klapperten immer lauter, je weiter sie rannte, und doch wurde es übertönt von dem glucksenden Lachen das ihr unerbittlich folgte.
(...)


Wer wissen will, was das für ein seltsamer Verkäufer ist, und was es mit den Bausteinen aus Lem auf sich hat, der findet die Antwort in Die Klabauterkatze!



Alle Cthulhu-Geschichten:

Die Klabauterkatze - Arndt Ellmer

Zauber der Karibik - Andreas Zwengel
Das Ding - Bettina Ferbus
Treibgut - Carsten Steenbergen
Schwarzes Glas - Chris Schlicht
Fleischmanns Trophäe - Jan Christoph Prüfer
Spuren im Watt - Johannes Harstick
Die kalte Brut - Samuel White
Oh Bruder mein - Martin Beckmann
Faustpfand - Matthias Töpfer
Goldene Locken, kaltes Herz - Matthias Töpfer
Im Knusperhäuschen - Matthias Töpfer
Der Fang - Benjamin Nemeth
Die perfekte Musik - Sabine Völkel
Das Lied des Meeres - Sabrina Hubmann
Wo die Straße dunkel ist - Stephan und Thomas Orgel
Bausteine aus Le(h)m - Thomas Backus


Die folgenden Bilder entstanden auf dem Buchmesse Con 2011:

Die stolzen Herausgeber: Thomas Backus (Band 2) & Nina Horvath (Band 1)
Mit Poster und Buch: Herausgeber Thomas Backus & Verleger Torsten Low

Rezensionen (Auszüge):

Schöne Beispiele sind Thomas Backus „Bausteine aus Le(h)m“, das sogar biblische Motive zitiert und das eindringliche „Faustpfand“ von Matthias Töpfer, das lange Zeit gar keine Horrorgeschichte zu sein scheint und gerade deswegen, neben T.S. Orgels „Wo die Straße dunkel ist“, mein persönlicher Favorit der Sammlung ist.


Heimischer Autor widmet sich altem Götterkult
In Thomas Backus‘ Geschichte „Bausteine aus Le(h)m“ kauft eine Mutter auf einem Flohmarkt seltsame Bauklötze für ihren Sohn. Eingeweihte erkennen bei dem Verkäufer den „Innsmouth-Look“, und irgendwie wird recht bald klar, dass die Geschichte nicht gut ausgehen kann... Im positiven Sinne. Das Ende ist einfach fantastisch!

 

Mitherausgeber Thomas Backus formt in Bausteine aus Le(h)m eine spannende Schauergeschichte, mit einer dramatische Zuspitzung. Eine kleine, alternativ lebende Familie und diese seltsamen Le(h)mbausteine vom Trödelmarkt, sind die Mixtur zu düsteren Ereignissen, die sich auf leisen Sohlen anbahnen und in den Leser unheilvollen Vorahnungen pflanzen. Der Autor zeigt hier, dass es manchmal ganz simple Elemente sein können um eine grandiose Geschichte, mit sehr gelungenen Charakteren, entstehen zu lassen, die auf schauerliche Weise zu beeindrucken weiß.

 

Weitere Rezensionen:

Bücher kaufen:



Man kann die Bücher auch direkt beim Verlag Torsten Low bestellen - dann gibt es noch tolle Lesezeichen dazu!